Beispiel 2: Die Initiative des Arbeitgebers

 

Basis: Angebotspaket 4 Tage Bewegung und Entspannung

Einmal im Jahr macht Unternehmer Jörg S. mit seiner Agentur einen Betriebsausflug. Der mehrtägige Ausflug soll den Zusammenhalt in seinem Team stärken und seine zehn Mitarbeiter motivieren. In diesem Jahr wird alles anders: Der Ausflug soll auch dafür sorgen, dass die Mitarbeiter sich wieder fit und wohl fühlen.

Aufgrund der vielen Schreibtischarbeit wählt Jörg S. das Programm „4 Tage Bewegung und Entspannung“ in einem bayerischen Kurort aus. Inkludiert sind unter anderem auch Wirbelsäulengymnastik und Entspannungsübungen. Der komplette Aufenthalt kostet pro Person 390,34 Euro.

Jörg S. einigt sich mit seinen Mitarbeitern auf folgende Lösung:

Das Unternehmen übernimmt die Kosten für die Präventionsmaßnahmen. Das sind 164,74 Euro pro Mitarbeiter. Diese Präventionskosten kann der Arbeitgeber in der Regel nach § 3 Nr. 34 EStG steuerlich geltend machen*.

Die Mitarbeiter zahlen den restlichen Betrag für Unterkunft, Verpflegung, Kurtaxe und ortsspezifische Heilmittel (Thermalbäder) in Höhe von 225,60 Euro aus eigener Tasche. Dafür müssen sie nur zwei Tage Urlaub einsetzen. Die anderen zwei Tage stellt Jörg S. seine Angestellten frei.

Die Mitarbeiter spüren, wie gut ihnen die Präventionsmaßnahmen tun. Sie beschließen, diese fortzuführen und setzen sich dazu mit ihrer gesetzlichen Krankenkasse in Verbindung. Diese gewährt für bestimmte Leistungen einen Präventionszuschuss.

* Weitere Informationen hierzu erhalten Sie von Ihrem Steuerberater.