Allgemeine Informationen zum Bündnis für gesunde Mitarbeiter

 

 

Die Anforderungen in der Arbeitswelt steigen. Die Lebensarbeitszeit der Menschen nimmt zu. Gleichzeitig droht in vielen Branchen ein Fachkräftemangel. Es gilt, die Arbeitskraft der Mitarbeiter möglichst lange zu erhalten und verstärkt auf die Qualifikation, Erfahrung und Kompetenz älterer Mitarbeiter zu bauen. Das Motto lautet deshalb „Wertschöpfung durch Wertschätzung“. Denn loyale, motivierte und leistungsbereite Mitarbeiter sind das größte Kapital eines Unternehmens.

Angesichts zunehmender Volkskrankheiten wie Burnout, Diabetes oder Rückenleiden sind aber auch die Arbeitnehmer selbst dazu aufgerufen, sich eigenverantwortlich um ihre Gesundheit zu kümmern. Laut dem Gesundheitsreport der DAK nahmen zwischen 1997 und 2012 die Fehltage durch Depressionen und andere psychische Krankheiten um 165 Prozent zu. Während sich 1997 nur jeder 57. Arbeitnehmer wegen eines psychischen Leidens krank meldete, war es 2012 bereits jeder 22.

Die Arbeitsunfähigkeit von Beschäftigten in deutschen Unternehmen führte 2012 zu einem Produktionsausfall von 53 Milliarden Euro. Der Volkswirtschaft gingen rund 92 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung verloren. Diese Zahlen sind alarmierend und sie unterstreichen damit auch, wie wichtig ein Richtungswechsel im Gesundheitswesen ist - weg vom Kurieren von Krankheiten, hin zur echten Prävention.

Mit dem Bündnis für gesunde Mitarbeiter möchte der Bayerische Heilbäder-Verband e. V. gemeinsam mit der AOK Bayern, dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e. V. und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Weichen für mehr Prävention und betriebliches Gesundheitsmanagement stellen.

Der Arbeitnehmer setzt einen Teil seines Jahresurlaubs für Präventionsmaßnahmen in den bayerischen Heilbädern und Kurorten und/oder Mitgliedsbetrieben des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern e. V. ein.

Die AOK Bayern beteiligt sich im Rahmen der Primärprävention nach § 20 SGB V an den Kursgebühren oder führt entsprechende Kurse für ihre Versicherten kostenfrei durch.

Für den Arbeitgeber besteht die Möglichkeit, dieses gesundheitsorientierte Engagement durch einen freiwilligen Zuschuss von bis zu 500 Euro zu fördern, denn nach dem geltenden Steuerrecht sind jährlich bis zu 500 Euro pro Mitarbeiter für Maßnahmen der Gesundheitsförderung steuerlich absetzbar.